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Mitarbeitende geben Firmendaten in ChatGPT ein. Was kann ich tun?

Das Leck ist kein Hack, sondern Arbeitsalltag. Vier belegte Zahlen, die fünf typischen Stellen, und die Kontrolle, die davor greift.

Das Leck ist normaler Arbeitsalltag

Wenn Mitarbeitende Firmendaten in öffentliche KI-Werkzeuge einfügen, können diese Daten die Modelle des Anbieters trainieren und in Antworten anderer Nutzer wieder auftauchen. Dafür braucht es keinen Angreifer.

Vier Belege, alle fremd und mit Quelle:

  • In der Wiederaufbaubehörde von New South Wales wurde im März 2025 eine Tabelle mit Namen, Anschriften, Geburtsdaten und sensiblen Angaben in ChatGPT hochgeladen. Die Behörde beziffert 2.031 Betroffene (nsw.gov.au).
  • Cyberhaven Labs misst, dass 39,7 % der Eingaben in KI-Werkzeuge sensible Daten enthalten (cyberhaven.com).
  • IBM beziffert eine KI-gestützte Datenpanne mit durchschnittlich 6 Mio. US-Dollar (ibm.com).
  • Die Europäische Kommission setzt den AI Act durch (digital-strategy.ec.europa.eu).

Fünf Stellen, an denen es passiert

  1. PII in Mitarbeiter-Prompts. Namen, Adressen, IDs, oft unbewusst kopiert.
  2. Geschäftsgeheimnisse in „Entwirf mal". Roadmaps, Preismodelle, M&A-Entwürfe als Kontext für ein öffentliches Modell.
  3. Patient-IDs an externe APIs. Klinik-Workflows ohne Maskierung vor dem Egress.
  4. Quellcode-Uploads. Entwickler debuggen mit einem Assistenten; das geistige Eigentum verlässt das Haus.
  5. Vertragsklauseln an Zusammenfasser. NDAs und Rahmenverträge werden Trainingsdaten fremder Modelle.

Was tatsächlich hilft

Eine Sperre verlagert das Leck. Wirksam ist eine Kontrollschicht vor dem Modell: sie klassifiziert jeden Prompt in Echtzeit, ersetzt sensible Entitäten durch stabile Tokens, entscheidet je Datenklasse zwischen erlauben, maskieren, blockieren und lokal verarbeiten, und protokolliert die Entscheidung.

Was das nicht leistet. Geprüft wird, was in die KI geht — nicht, was ein Mensch danach mit der Antwort tut. Und der Kanal ist die KI-Nutzung, nicht E-Mail, USB oder ein abfotografierter Bildschirm.

Zuletzt geprüft: 2026-09-09

Kurz gefragt

Reicht es, ChatGPT zu sperren?
Nein. Gesperrte Werkzeuge werden über private Geräte und Browserprofile weiter genutzt, nur ohne Protokoll. Die Sperre verlagert das Leck, sie schließt es nicht.
Muss ich dafür KI verbieten?
Nein. Eine Kontrollschicht vor dem Modell prüft jeden Prompt und entscheidet je Datenklasse, ob er erlaubt, maskiert, blockiert oder lokal verarbeitet wird.