Die Definition
Eine Sicherheitsschicht zwischen Mitarbeitenden und KI-Modellen. Sie prüft jeden Prompt, erkennt sensible Inhalte, wendet Richtlinien an und entscheidet, ob eine Anfrage erlaubt, maskiert, blockiert oder lokal verarbeitet wird.
Der Unterschied zu den Schichten, die es schon gibt, in drei Sätzen: Firewalls schützen Netzwerke. DLP schützt Dateien. Eine AI Interaction Firewall schützt, was Mitarbeitende in KI eingeben — und weil sie davor sitzt, entscheidet sie auch, welches Modell wofür genutzt wird.
Was sie tut, in der Reihenfolge, in der sie es tut
- Harte Vorbedingungen. Ist die Konversation schon sensitiv, steht der Modus auf „nur lokal" oder fehlt ein Cloud-Zugang, bleibt die Verarbeitung lokal. Bildinhalte werden lokal ausgelesen und wie Text geprüft.
- Erkennung. Regex, ein lokales NER-Modell und ein kontextbasierter Scan laufen zusammen und decken 23 PII-Kategorien in sieben Gruppen ab, bis zu den besonderen Kategorien nach Art. 9 DSGVO.
- Entscheidung. Kein Fund heißt Cloud erlaubt. Ein Fund mit Richtlinie „blocken" erzwingt lokale Verarbeitung; mit Richtlinie „anonymisieren" geht die Anfrage maskiert hinaus.
Was sie nicht ist
- Kein Endpoint-Werkzeug. Sie hängt nicht an einem verwalteten Gerät und nicht an einer Browsererweiterung.
- Kein Gateway in fremdem Netz. Sie läuft dort, wo Sie sie hinstellen.
- Kein Governance-Werkzeug ohne Durchsetzung. Eine Richtlinie, die zur Laufzeit nichts tut, ist ein Dokument.
Begriffe, die dasselbe Feld meinen: AI TRiSM, AI Runtime Inspection and Enforcement, AI DLP, AI Firewall. Sie sind nicht deckungsgleich, aber sie zielen auf dieselbe Lücke.
