Nicht je Person, sondern je Datenklasse. Eine Freigabeliste pro Mitarbeitendem veraltet mit der ersten Umbesetzung und beantwortet die Prüfungsfrage nicht. Tragfähig ist die Regel „welche Datenklasse darf zu welcher Modellklasse" — durchgesetzt für alle, die BRANE nutzen.
Die falsche und die richtige Achse
Die naheliegende Antwort ist eine Freigabeliste pro Person. Sie veraltet mit der ersten Umbesetzung und beantwortet die Prüfungsfrage nicht, weil die nicht nach Personen fragt, sondern nach Inhalten.
Die tragfähige Achse ist die Datenklasse: eine Regel, ob erkannte personenbezogene Daten maskiert in die Cloud dürfen oder lokal bleiben, dazu Unternehmensregeln in eigenen Worten für Vertrauliches wie Verträge oder Quellcode. Compliance definiert das einmal, die Durchsetzung passiert im Chat und an der Schnittstelle.
Drei Modellklassen, eine Entscheidung
- Cloud-Modelle. Leistung und Qualität, erreichbar nach Richtlinie und in der Regel maskiert.
- Lokale Open-Source-Modelle. Laufen vollständig in Ihrer Instanz. Kein Egress.
- Embedding- und Spezialmodelle. Für Abruf, Klassifikation und eng umgrenzte Aufgaben.
Welche Klasse eine Anfrage bekommt, entscheidet nicht der Nutzer im Dialogfeld, sondern die Richtlinie anhand dessen, was im Prompt steckt.
Was das für den Alltag heißt
Ein Entwickler, der Quellcode einfügt, und derselbe Entwickler, der eine Terminfrage stellt, bekommen unterschiedliche Modelle — ohne dass er zwei Werkzeuge kennen oder eine Entscheidung treffen muss. Das ist der Punkt: die Richtlinie greift, wo der Inhalt entsteht, nicht in einer Schulung.
Was diese Schicht nicht tut. Sie setzt Richtlinien durch — sie schreibt sie nicht. Welche Datenklassen es gibt und was für sie gilt, entscheiden Sie.
